Brustschmerzen vor Periode

Brustschmerzen vor Periode

Brustschmerzen vor Periode? Völlig normal und sehr häufig unter Frauen im gebärfähigem Alter. Wir haben alles Wissenswerte zum Thema prämenstruelle Brustschmerzen zusammengetragen und geben hilfreiche Tipps zur Schmerzlinderung.

Brustschmerzen vor Periode, auch Mastodynie genannt, gehört zum vielfältigen PMS Syndrom. Das sogenannte prämenstruelle Syndrom umfasst eine Vielzahl von Beschwerden. Rund 80 % aller Frauen zeigen vor und während der Periode zyklusbedingte Krankheitssymptome. Dabei werden sehr häufig Spannungsgefühle, Berührungsempfindlichkeit und Schmerzen in der Brust oder in den Brustwarzen genannt.

Brustschmerzen vor Periode – Mastodynie

Mastodynie ist der Fachbegriff für zyklusbedingte Brustschmerzen – dem gegenüber steht die Mastalgie, die auch bei Männern auftreten kann und hormon-unabhängig ist. Hormonbedingte Brustschmerzen halten meist nur für wenige Tage an. Erfahrungsgemäß lassen die Schmerzen mit Einsetzen der Regelblutung nach. Bei vielen Frauen sogar schlagartig.

Ursache der Brustschmerzen vor Periode: PMS

Die häufigste Ursache der zyklusbedingten Brustschmerzen ist PMS. Unter PMS, also dem prämenstruellem Syndrom, versteht man eine ganze Sammlung von vielfältigen Symptomen. Diese Beschwerden treten ein paar bis vierzehn Tage vor der Regelblutung auf. Schließlich gibt es weitere Ursachen für Mastodynie, jedoch sind sie relativ selten.

Ursachen der Mastodynie:

  • PMS (häufigste Ursache)
  • Hormonelle Umstellung während der Wechseljahre
  • Hormonelle Umstellung während der Pubertät
  • Fibrozystische Mastopathie: Hormonelle Fehlsteuerung
  • Fibroadenome: Hormonbedingte Verhärtungen in der Brust bei jungen Frauen
  • Schwangerschaft
  • Mögliche Ursachen für zyklus-unabhängige Brustschmerzen (Mastalgie)
  • Gereizte Brustwarzen durch falsche Kleidung
  • Brustdrüsenentzündung
  • Zysten
  • Gutartige Tumore (Lipom, Fibrom, Artherom)
  • Brustkrebs

Behandlung gegen Brustschmerzen vor Periode

Sind die Schmerzen in der Brust auszuhalten, wird in der Regel keine Behandlung eingeleitet. Das liegt daran, dass die Beschwerden hormonbedingt sind und somit von selbst nachlassen. Dies sollte mit dem Tag der Regelblutung passieren.

Hausmittel bei Brustschmerzen vor Periode

Gegen Mastodynie gibt es viele Hausmittel, jedoch kaum medizinische Lösungen. Bequeme BHs ohne Bügel nehmen Druck von der Brust und sorgen für ein angenehmeres Körpergefühl. Auch gut verarbeitete Sport-BHs helfen das Gewebe zu entlasten. Wenn die Berührungsempfindlichkeit nicht zu groß ist, können auch leichte Massagen und kühle Wickel helfen, das Gewebe zu entschlacken. In jedem Fall sollten Frauen intensiven Sport und Hüpfbewegungen vermeiden. Ferner entspannt ein warmes Bad erfahrungsgemäß Körper und Seele.

Tipps gegen Brustschmerzen:

  • Sport-BH tragen
  • BHs ohne Bügel nehmen
  • ggf. leichte Massagen
  • Kühle Wickel
  • Intensiven Sport und Hüpfbewegungen meiden
  • Warmes Bad nehmen

Bei starken Schmerzen

Gegen starke Schmerzen verschreiben Gynäkologen häufig Schmerzmittel wie Ibuprofen und Paracetamol. Hormonpräparate wie die Pille oder regelmäßige Hormonspritzen können die Symptome dauerhaft lindern. Welche Medikamente die Richtigen für die Frau sind, ist mit dem behandelnden Frauenarzt abzusprechen.

Wenn Brustschmerzen vor Periode nicht abklingen

Sollten die Brustschmerzen während und nach der Periode nicht abklingen, suchen Sie einen Arzt auf, um die Ursachen für die Mastalgie (hormonun-abhängige Brustschmerzen) ausfindig zu machen. Häufig sind Zysten oder Entzündungen Auslöser für andauernde Schmerzen in den Brüsten oder in den Brustwarzen. Auch während einer Schwangerschaft verändert sich das Brustgewebe und die Brüste können spannen und schmerzen. Ob eine Behandlung notwendig ist, hängt von der Diagnose des Arztes ab.

Wie PMS Brustschmerzen vor Periode verursacht

Im Laufe des monatlichen Zyklus verändert sich der Hormonspiegel der Frau fortwährend. Kurz vor dem Eisprung steigt der Östrogenspiegel relativ stark an, während der Periode fallen die Werte dagegen wieder ab. Die Brüste als sekundäre Geschlechtsorgane reagieren besonders empfindlich auf hormonelle Veränderungen. Östrogene regen die Durchblutung der Brüste an und begünstigen Wassereinlagerungen im Gewebe. In der zweiten Zyklushälfte schwellen die Brüste deshalb an – bei manchen Frauen sorgt das für Spannungsschmerzen (Brustschmerzen vor Periode) und es können sich Wasserablagerungen bilden.

PMS: Eine Krankheit mit vielen Gesichtern

Jede Frau empfindet zyklische Veränderungen anders – viele Faktoren wie Gewebestruktur, Blutdruck und der allgemeine Hormonspiegel beeinflussen die Intensität der einzelnen Symptome. Die Liste der Auswirkungen von prämenstruellen Hormonveränderungen ist lang. Außerdem können die Symptome sich auch von Zyklus zu Zyklus verändern. Betroffene Frauen können in einem Monat beschwerdefrei sein, im nächsten wiederum über starke Schmerzen klagen.

Weitere Symptome von PMS

Frauen, die über Brustschmerzen vor Periode klagen, erfahren oft weitere Symptome des PMS Syndroms. Dazu gehören Kopfschmerzen, Schlaflosigkeit, Stimmungsschwankungen und viele mehr.

Weitere Symptome im Überblick:

  • Kopfschmerzen
  • Schlafprobleme
  • Stimmungsschwankungen
  • Magen-Darm-Beschwerden wie Blähungen
  • Hitzewallungen
  • Unreine Haut
  • Müdigkeit
  • Reizbarkeit

Was tun bei PMS

Der Krankheitsverlauf von PMS ist von Frau zu Frau unterschiedlich und lässt sich schwer voraussagen. Betroffene sollten ihren Körper aufmerksam beobachten und mögliche Gegenmaßnahmen nach und nach ausprobieren. Manche Frauen schwören beispielsweise auf Sport, während andere jegliche Bewegung während der prämenstruellen Phase als unerträglich empfinden und lieber zur Wärmflasche greifen. In jedem Fall haben sich vorbeugende Maßnahmen bewiesen. Dazu zählen gesunde Ernährung, ausreichend Bewegung und reduzierter Alkohol- und Nikotinkonsum. Schließlich gilt: Beugt man PMS vor, beugt man auch Brustschmerzen vor Periode vor.

PMS vorbeugen:

  • Gesund ernähren
  • Ausreichend bewegen
  • Alkohol reduzieren
  • Weniger Rauchen
  • Kaffeegenuss minimieren
  • Regelmäßige Entspannungseinheiten
  • Ausreichend schlafen

Weitere Risikofaktoren für PMS

Welche Faktoren prämenstruelle Beschwerden begünstigen, ist nicht eindeutig geklärt. Eine genetische Vererbbarkeit wird vermutet, konnte in klinischen Studien aber nicht eindeutig belegt werden. Weiterhin bestimmt der cerebrale Stoffwechsel unsere psychischen und physischen Reaktionen auf vermehrte Hormonausschüttung. Störungen wie Depressionen, Drogenkonsum und Stress können sich deshalb negativ auf die prämenstruelle Hormonverarbeitung auswirken. Ein Zusammenhang zwischen PMS-Symptomen und dem Botenstoff Serotonin ist wahrscheinlich. Schütten die Synapsen im Hirn vermindert Serotonin aus, nehmen Betroffene Schmerzen intensiver wahr und Stress wird schlechter verarbeitet.

Vierzig Prozent der Frauen leiden an PMS

Rund 20 bis 40 Prozent der Frauen im gebärfähigen Alter leiden an PMS. Wobei die Beschwerden so belastend sein können, dass ein geregelter Alltag nicht mehr möglich ist. Einige Frauen berichten sogar von übermäßig starken Brustschmerzen beim normalen Treppensteigen. Vor allem sind die Stimmungsschwankungen und erhöhte Reizbarkeit kaum zu verstecken. Bei drei bis acht Prozent der betroffenen Frauen sind die Symptome extrem stark ausgeprägt. So dass hier von einer ernstzunehmenden Erkrankung gesprochen werden kann. Denn hier liegt PMDS vor, was behandlungsbedürftig ist.

PMDS – die schwere Form des PMS

Bei einem kleineren Anteil der betroffenen Frauen im gebärfähigen Alter treten derart starke Beschwerden auf, dass kein normales Alltagsleben möglich ist. Hier spricht man vom prämenstruellen dysphorischen Syndrom, kurz PDMS. Wenn Kopfschmerzen, Müdigkeit und andere Beschwerden regelmäßig wiederkehren und den Alltag extrem einschränken, muss mit dem Gynäkologen eine Behandlung abgeklärt werden.

Fazit Brustschmerzen vor Periode

Brustschmerzen vor der Periode gehört zu den vielen Beschwerden des PMS Syndroms. Da die Beschwerden hormonbedingt und temporär sind, empfehlen sich lindernde Mittel zu verwenden. Das prämenstruelle Syndrom fasst mehrere Krankheitssymptome zusammen, die mit einem erhöhten Östrogenspiegel in Zusammenhang stehen. Obwohl keine Heilung in dem Sinne möglich ist, können Frauen mit vielen lindernden Mitteln und auch Medikamenten schnell und effektiv zyklusbedingte Brustschmerzen angehen.