PMS

PMS

Das prämenstruelle Syndrom, kurz PMS, kann Frauen die Tage vor den Tagen vermiesen. Warum das so ist und was Frauen dagegen tun können, erfahren Sie hier.

PMS geht mit körperlichen und seelischen Beschwerden einher, so dass Frauen sich nicht mehr wohl in ihrer Haut fühlen. Dahinter steckt ein Problem, das zahlreiche Frauen im gebärfähigen Alter betrifft.

Was ist PMS

PMS ist die Abkürzung für Prämenstruelles Syndrom. Damit wird eine Reihe von Beschwerden zusammengefasst, die sowohl den Körper als auch die Seele der Frau betreffen und die eine teils erhebliche Einschränkung im Alltag bedeuten können. Die Symptome treten in der zweiten Hälfte des Zyklus auf und beginnen rund zehn bis vierzehn Tage vor dem ersten Tag der normalen Regelblutung.

PMS Symptome

Das prämenstruelle Syndrom wartet mit der unglaublichen Zahl von mehr als 150 Symptomen auf. Am häufigsten kann wohl Schmerzen in der Brust, Stimmungsschwankungen und Schlafstörungen genannt werden. Doch nicht nur die Art, sondern auch die Häufigkeit und die Intensität der Symptome unterscheiden sich von Mal zu Mal.

Typische PMS Symptome:

  • Bauchschmerzen
  • Blähungen
  • Spannungsgefühle und Schmerzen in der Brust
  • Rücken- und Kopfschmerzen
  • Wassereinlagerungen und schwere Beine
  • Hautunreinheiten
  • Verstopfung
  • Müdigkeit und Abgeschlagenheit
  • Schlafstörungen und mangelnde Konzentration

Weitere psychische Beschwerden:

  • Stimmungsschwankungen
  • Erhöhte Reizbarkeit
  • Aggressivität
  • Depressive Verstimmungen
  • Angstzustände

Schwere der Symptome

Die Beschwerden sind von Frau zu Frau verschieden. Gleich ist aber, dass sie mit Einsetzen der Menstruationsblutung schnell verschwinden. Bei einigen Frauen sind die Symptome so stark ausgeprägt, dass sie als eigenes Krankheitsbild eingestuft werden und unter dem Namen Prämenstruelle dysphorische Störung (PMDS) bekannt sind.

Was tun gegen PMS

Gegen PMS gibt es eine Reihe von Methoden, die helfen die Symptome deutlich zu minimieren oder gar ganz zu beseitigen. Dazu zählen gesunde Ernährung, ausreichend Bewegung, reduzierter Zigaretten- und Alkoholkonsum. Denn diese Faktoren bestimmen die Schwere der Symptome gravierend. Ferner gibt es einige Medikamente wie Pille und Schmerzmittel, die gegen PMS Beschwerden wirken. Jedoch sollten Frauen aufgrund der zahlreichen Nebenwirkungen immer sehr gut abwägen. Alternativ gibt es pflanzliche Mittel wie der bekannte Mönchspfeffer, die eventuell gegen die Beschwerden helfen.

Gegen PMS hilft:

  • Gesunde Ernährung
  • Ausreichend Bewegung
  • Reduzierter Tabak- und Alkoholkonsum
  • Pille und Schmerzmittel
  • Pflanzliche Mittel
  • Entspannungsübungen

Pille gegen PMS

Teilweise verschreiben Ärzte die Pille gegen prämenstruelle Beschwerden, denn sie gleicht das hormonelle Ungleichgewicht aus und verhindert damit die Symptome. Allerdings stellt dies immer einen Eingriff in die Natur dar, wobei auch langfristige Folgen zu bedenken sind. Dies gilt auch bei bestimmten Medikamenten, die bei der Behandlung von PMS zum Einsatz kommen. Schmerzmittel und entwässernde Medikamente sind hier die Mittel der Wahl, sie sollten allerdings nicht zum Dauereinsatz kommen.

Pflanzliche Mittel

Als natürliche Alternative kann Mönchspfeffer eingenommen werden, er wirkt regulierend auf den Zyklus. Er hilft vor allem bei Schmerzen in den Brüsten, bei Gereiztheit und Wassereinlagerungen. Johanniskraut wirkt stimmungsaufhellend und kommt zum Einsatz, wenn depressive Verstimmungen vorliegen. Baldrian wirkt beruhigend, Kamille entspannend. Ob und welche Mittel helfen, ist individuell verschieden und sollte durch jede Frau selbst ausprobiert werden.

Entspannungsübungen

Hilfreich sind zudem Entspannungsübungen wie Yoga, Pilates oder die Progressive Muskelrelaxation. Dies lindert vor allem Bauch- und Rückenschmerzen, hilft beim Entspannen und damit gegen Schlafstörungen.

PMS-Therapiegeräte

Noch vergleichsweise neu sind PMS-Therapiegeräte, die auch als Regelschmerzlinderer bezeichnet werden. Vor allem die Geräte, die eine Lichttherapie anwenden, sind besonders hilfreich und konnten sich in ersten Studien zur Wirksamkeit schon beweisen. Sie dämpfen zwar auch Regelschmerzen, wirken aber bereits dann, wenn die Schmerzen noch gar nicht aufgetreten sind.

Ursache von PMS ungeklärt

Ganz genau können die Forscher und Ärzte nicht erklären, wie es bei einigen Frauen zu PMS kommen kann, bei anderen wiederum nicht. Es gibt aber eine Reihe von Risikofaktoren, die, wenn sie zusammentreffen, das Auftreten der Symptome begünstigen können. Generell gehen die Ärzte davon aus, dass nicht „die eine“ Ursache schuld ist, sondern dass mehrere Faktoren auf einmal auftreten müssen, damit sich das Prämenstruelle Syndrom ausbildet.

Progesteron und Prolaktin begünstigen PMS

Bei jeder Frau werden die Hormone im Zyklus unterschiedlich gebildet. Das ständige Auf und Ab kann eventuell Beschwerden hervorrufen. Wird vermehrt Progesteron und dafür weniger Östrogen gebildet, könnten sich die Beschwerden entwickeln, denn eine solche Hormonkonstellation findet sich erst in der zweiten Hälfte des Zyklus. Kurz vor der Menstruation ist auch der Prolaktinspiegel erhöht, dieser steht ebenso im Verdacht, PMS auszulösen.

Risikofaktoren

Leidet die Frau unter Myomen oder einer Endometriose, könnte das PMS begünstigen, ebenso tragen weitere Risikofaktoren zur Entstehung des Problems bei.

Risikofaktoren:

  • ungesunde Ernährung
  • wenig Bewegung
  • zu viel Koffein, Nikotin und Alkohol
  • hoher Zuckerkonsum
  • Depression

Risikofaktor: Psychische Belastung und Depression

Teilweise sehen die Wissenschaftler Zusammenhänge in einer starken psychischen Belastung oder bei bestehenden Depressionen. Bewiesen sind diese Vermutungen bislang allerdings nicht.

Vierzig Prozent der Frauen leiden an PMS

Die meisten Frauen und Mädchen spüren, wenn sich ihre Regel ankündigt. Es zieht im Bauch, leichte Wassereinlagerungen und Gewichtszunahmen treten auf. Hier kann aber noch nicht von PMS gesprochen werden. Stärkere Beschwerden haben allerdings rund 20 bis 40 Prozent der Frauen im gebärfähigen Alter, wobei deren Symptome belastend sind. Bei drei bis acht Prozent sind die Symptome so stark ausgeprägt, dass der Alltag davon betroffen und gestört ist. Hier liegt PMDS vor, was behandlungsbedürftig ist.

Vorbeugende Maßnahmen

Generell sollten Sie versuchen, Ihrem Körper über eine gesunde Ernährung und viel Bewegung etwas Gutes zu tun. Treiben Sie Sport: Radfahren, Schwimmen, Gymnastik, Joggen, Nordic Walking und Boxen sind ideale Sportarten gegen PMS. Auch Yoga, Tai Chi und andere Entspannungstechniken sind hilfreich. Vieles finden Sie nur über das Probieren heraus, so auch, ob einige Nahrungsmittel die Symptome verschlimmern oder verbessern können.

Vorbeugen mit:

  • Gesunder Ernährung
  • Viel Bewegung
  • Regelmäßigen Entspannungstechniken
  • Regelmäßigem Schlaf

Fazit PMS

Kein Frau muss PMS einfach hinnehmen, denn es gibt eine Reihe von Möglichkeiten, mit denen sich die Beschwerden lindern lassen. Zum einen ist wichtig, eine eventuelle organische Ursache gynäkologisch abklären zu lassen. Liegen solche Probleme nicht vor, kann jede Frau mit gesunder Ernährung und besseren Lebensweise die typischen Beschwerden leicht in den Griff bekommen.