PMS oder schwanger

PMS oder schwanger

PMS oder schwanger? Wenn du dich das fragst, helfen dir diese 4 Fragen erste Klarheit zu verschaffen.

Frage #1: Sex ohne Verhütung

Hattest du kürzlich Sex ohne Verhütung an deinen fruchtbaren Tagen? Bedenke, dass du bis zu 7 Tage lang fruchtbar bist, da die Samen des Mannes bis zu 5 Tage in deinem Körper überleben können. Übrigens befinden sich deine fruchtbaren Tage in der Mitte deines Zyklus.

Eisprung in der Mitte des Zyklus
Beispiel Eisprung bei einem 28-tägigem Zyklus

Frage #2: Zyklusphase

Frage dich in welcher Phase des Zyklus du gerade bist. Denn das prämenstruelle Syndrom (PMS) tritt nur in der zweiten Hälfte des Zyklus auf, sprich nach dem Eisprung – vorher nicht. Wenn du deinen letzten Eisprung berechnen willst, verwendest du einfach einen Online Eisprungrechner.

PMS nach dem Eisprung in der zweiten Hälfte des Zyklus
PMS tritt erst nach dem Eisprung also in der zweiten Hälfte des Zyklus auf

Frage #3: Was sagt der Schwangerschaftstest?

Der Schwangerschaftstest sagt dir mit einer Wahrscheinlichkeit von 95%, ob du schwanger bist oder nicht. Somit kannst du mit diesem Hilfsmittel schonmal erste Gewissheit schaffen. Solltest du sicher nicht schwanger sein und sollten deine Beschwerden in der zweiten Hälfte deines Zyklus auftreten, kann es sein, dass es sich um PMS handelt.

Frage #4: Starke psychische Beschwerden

Fragst du dich: PMS oder schwanger?, weil du an starken psychischen Beschwerden wie Depression, Stimmungsschwankung, Reizbarkeit oder Traurigkeit leidest? Zurecht, denn diese Beschwerden können sowohl bei Schwangeren als auch bei an PMS leidenden Frauen auftreten. Bedenke jedoch, dass vor allem vorbelastete Frauen zu weiteren psychischen Erkrankungen während der Schwangerschaft neigen als nicht vorbelastete Frauen.

PMS oder schwanger – erstmal durchatmen!

PMS oder schwanger? Wenn du dich das fragst, hast du bestimmte Beschwerden, die du nicht klar einordnen kannst. Da hilft erstmal durchatmen und nachdenken! Hattest du Sex ohne Verhütung? Ist das an deinen fruchtbaren Tagen passiert? In welcher Zyklusphase befindest du dich gerade? Mit den obigen 4 Fragen kannst du leicht erste Klarheit erlangen und im Anschluss überlegen, was zu tun ist.

Gemeinsame Symptome bei PMS und Schwangerschaft

Die Verwechslungsgefahr zwischen PMS und Schwangerschaft ist für Frauen eine Qual. Wer schwanger werden möchte, verflucht das PMS, doch umgekehrt wäre es mancher Frau lieber, dass die Symptome gerade nicht auf eine Schwangerschaft hindeuten.

PMS und Schwangerschafts-Symptome:

  • Migräne oder sonstige Kopfschmerzen
  • stechende Brustwarzen und generelle Brustempfindlichkeit
  • Schmerzen im Unterbauch
  • Schwindelgefühl
  • Stimmungsschwankungen
  • zu niedriger Blutdruck
  • Magenschmerzen
  • Appetitlosigkeit und/oder Heißhungerattacken

Anzeichen für die Schwangerschaft

Eindeutige Symptome für eine Schwangerschaft gibt es leider nicht, denn sie variieren zwischen einzelnen Frauen. Unter den Hauptsymptomen fallen morgendliche Übelkeit und anhaltende Müdigkeit.

Typische Hauptsymptome von Schwangerschaft:
morgendliche Übelkeit
anhaltende Müdigkeit
auf Dauer leicht erhöhte Temperatur

PMS oder schwanger – Schwangerschaftstest machen!

Der Schwangerschaftstest kann mit einer Wahrscheinlichkeit von 95 % ab 14 Tage nach der Befruchtung die mögliche Schwangerschaft anzeigen. Ein PMS-Test gibt es in der Art leider keinen. Manche Frauen spüren von der begonnenen Schwangerschaft zunächst gar nichts. Andere leiden unter typischen Beschwerden, die ziemlich eindeutig die Schwangerschaft anzeigen, aber nur sehr selten durch das PMS verursacht werden.

Ich habe PMS – was tun?

Der Schwangerschaftstest ist negativ und Sie vermuten am PMS Syndrom zu leiden? Dann treten auch weitere Beschwerden auf wie Magen-Darm-Beschwerden, Wassereinlagerungen und Reizbarkeit. Gegen PMS Beschwerden hilft Ruhe, Schlaf und eine bewusste ausgewogene Ernährung. Auch das Reduzieren von Alkohol und Nikotin hilft die Schwere der Symptome zu lindern.

Ich bin schwanger – was nun?

Der Schwangerschaftstest ist positiv? Dann steht die erste Vorsorgeuntersuchung beim Frauenarzt an. Das ist der Fall, wenn die Frau sich entscheidet das Kind zu behalten. In allen anderen Fällen, in denen die Frau unsicher ist, empfiehlt sich das Erwägen aller Optionen. Denn Frauen, die ungewollt schwanger sind, können einen Schwangerschaftsabbruch (Abtreibung) oder eine Adoption vornehmen lassen.

Was ist PMS

PMS ist die Abkürzung für “prämenstruelles Syndrom”. Die Symptome umfassen eine Vielzahl von körperlichen und psychischen Beschwerden, die in den Tagen vor der Regelblutung auftreten. Meist stoppen die Beschwerden mit dem Tag der ersten Blutung. Man schätzt etwa 30 Prozent der gebärfähigen Frauen als betroffen ein, wenn nicht sogar mehr. Neben Migräne und Unterbauchschmerzen, sind typische Symptome Magen-Darm-Beschwerden, Schlafstörungen und Stimmungsschwankungen.

Weitere PMS Symptome:
Magen-Darm-Beschwerden
Wassereinlagerungen
Hitzewallungen
Schweißausbrüche
Unreine Haut
Schlafstörungen
Stimmungsschwankungen
Reizbarkeit

Ursachen PMS

Ursache des PMS Syndroms ist die hormonelle Umstellung im Körper der Frau. Denn in der Mitte der Zyklushälfte, dann wenn der Eisprung erfolgt, steigt der Progesteronspiegel. Gleichzeitig aber sinkt der Gehalt an Östrogen. Schließlich führt diese Verschiebung der Hormone zu den zahlreichen Beschwerden.

Risikofaktoren PMS

Es gibt eine Reihe von Risikofaktoren, die die Schwere der Beschwerden deutlich verstärken. Dazu zählen ungesunde (zu fettige) Ernährung, Konsum von Alkohol und Kaffee und Rauchen. Damit die Beschwerden einigermaßen zu ertragen sind, sollten Frauen zumindest während der PMS-Phase zeitweise auf Alkohol, Zigaretten, Kaffee und ungesundes Essen verzichten.

Die ersten Wochen einer Schwangerschaft

Das Embyro ist noch klitzeklein, aber schnell entwickelt sich das Herz und die ersten Umrisse von Kopf und Gliedmaßen sind bei einer Ultraschalluntersuchung zu erkennen. Gleichzeitig erfährt die Frau einen starken Hormonschub, der den Körper auf Schwangerschaft und Stillen vorbereitet. Infolgedessen ist (morgendliche) Übelkeit keine Seltenheit. Hier hilft es, wenn werdende Mütter ausgewählt essen und trinken.

Vorbereitungen in der Schwangerschaft

Eine Schwangerschaft kann von Frau zu Frau unterschiedlich wahrgenommen werden. Das heisst mit mehr oder weniger Beschwerden. Nichtsdestotrotz stehen für die Frau nun Vorbereitungen an, die die Ernährung, den Arbeitsplatz und die Gesundheit des ungeborenen Kindes betreffen. Außerdem sollten rechtliche Fragen zu Mutterschutz, Elternzeit und Sorgerecht geklärt werden.

PMS oder schwanger: Symptome im Einzelnen

Im Folgenden wollen wir einige Symptome detailliert untersuchen, die sowohl bei PMS als auch bei einer Schwangerschaft auftreten können. Es gibt manchmal feine, aber bedeutsame Unterschiede, den den Unterschied zwischen PMS und Schwangerschaft signalisieren können.

Bauchschmerzen und Krämpfe: PMS oder schwanger?

Ein PMS wird praktisch immer von krampfartigen Schmerzen im Unterleib begleitet. Am stärksten sind diese wenige Tage vor dem Beginn der Menstruation spürbar. Wenn die Menstruation aber ausbleibt, die Schmerzen jedoch nicht vergehen, könnte es sich um eine Schwangerschaft handeln. Bei deren Beginn stellt sich der Körper über einige Wochen vollkommen um. Hinsichtlich des Beschwerdebildes ähneln Menstruationskrämpfe sehr den Schwangerschaftskoliken, doch bei einer Schwangerschaft löst das Gelbkörperhormon Progesteron meistens einen einseitigen Schmerz aus. Dieser geht vom Eierstock aus. Bei PMS ist der Schmerz hingegen relativ homogen auf beiden Seiten zu spüren.

Übelkeit: PMS oder schwanger?

In der Schwangerschaft tritt die Übelkeit bevorzugt und stark morgens auf, bei PMS ganztägig. Auch dieses Symptom klingt mit dem Einsetzen der Periode ab, wenn es durch das PMS verursacht wird. Bei einer Schwangerschaft wird es sich hingegen zunächst intensivieren.

Spannungsgefühl und Stechen in den Brüsten: PMS oder schwanger?

Die veränderte Hormonproduktion führt bei PMS und Schwangerschaft zu den empfindlichen Brüsten. Bei PMS hören diese Beschwerden mit beginnender Menstruation nahezu schlagartig auf, bei einer Schwangerschaft verstärken sie sich.

Müdigkeit: PMS oder schwanger?

Müdigkeit ist ein eher untypisches PMS-Symptom, vor allem hält sie nicht lange an. Für die Schwangerschaft gilt hingegen anhaltende Müdigkeit als eines der Hauptmerkmale. Daher ist dieses Symptom relativ gut für die Unterscheidung zwischen PMS und Schwangerschaft geeignet. Schwangere Frauen leiden darunter etwa bis zur 12. Schwangerschaftswoche, von PMS Betroffene bestenfalls zwei bis drei Tage lang.

Hunger: PMS oder schwanger?

Dieser Indikator ist zweideutig. Hunger kann wie Appetitlosigkeit gleichermaßen auf PMS oder Schwangerschaft hindeuten. Frauen reagieren höchst unterschiedlich auf die Hormonschwankungen. Ein gewisses Signal für die Schwangerschaft ist der sehr große Hunger, der dennoch von Übelkeit begleitet wird. Der Körper braucht einfach die Nahrung, um die Mutter und den Fötus zu versorgen. Frauen mit PMS haben hingegen entweder Hunger oder leiden an Übelkeit, beides zusammen kommt höchst selten vor.

Stimmungsschwankungen: PMS oder schwanger?

Auch die Stimmungsschwankungen sind uneindeutig, denn sowohl durch das PMS als auch während der beginnenden Schwangerschaft sind Frauen übersensibilisiert, traurig, wütend und gereizt. Da das soziale Umfeld entsprechend darauf reagiert (selten besonders verständnisvoll), können sich diese Empfindungen sogar noch verstärken. Bei PMS überwiegt aber die Wut, falls die Stimmung kippt. Bei der Schwangerschaft ist frau eher traurig.

Absolute Gewissheit ob PMS oder schwanger

Absolute Gewissheit, ob eine Schwangerschaft vorliegt, bringt ein Bluttest beim Gynäkologen oder auch eine Ultraschalluntersuchung. Wer sich mit einer 95-prozentigen Auskunft zufrieden gibt, nimmt einen Schwangerschaftstest. Denn der ist schnell gekauft und unkompliziert Zuhause anzuwenden.

Schwangerschaftsfrühtest

Heutzutage gibt es Frühtests, die bereits ab dem vierten Tag vor dem errechneten Beginn der nächsten Periode ein Ergebnis stellen. Das liegt daran, dass diese Test kleinste Mengen des Hormons hCG (Indikator für eine Schwangerschaft) im Urin messen. Somit ist ein Ergebnis schon frühzeitig möglich.

Warum verursachen Schwangerschaft und PMS ähnliche Symptome

Es gibt tatsächlich Frauen, welche die Beschwerden und Empfindungen bei Schwangerschaft und PMS nicht richtig einordnen können. Das mutet zunächst unfassbar an, ist aber nicht so verwunderlich, wie es auf den ersten Blick erscheint. Die Symptome werden nämlich in beiden Fällen durch dasselbe Hormon – Progesteron – ausgelöst.

Was genau ist Progesteron

Dieses gehört zu den Geschlechtshormonen, die typischerweise Frauen zugeordnet werden (wie Östrogen), obwohl auch Männer einen kleinen Progesteron-Anteil in sich tragen. Für den Kinderwunsch spielt Progesteron eine entscheidende Rolle: Es bereitet den Körper auf die Schwangerschaft vor. Während der Wechseljahre schließlich fällt die Progesteron-Konzentration stark ab, was typische Beschwerden dieser Lebensphase verursacht. Solche Beschwerden wie Schlafstörungen oder Gereiztheit lassen sich übrigens mit einer Progesteronbehandlung lindern.

Die Rolle des Progesterons

Progesteron ist das sogenannte Gelbkörperhormon (Corpus-luteum-Hormon). Der Gelbkörper – ein Rest des Follikels – produziert es in jedem Monatszyklus, während der Schwangerschaft entsteht das Hormon auch in der Plazenta. Kleinere Mengen kommen zudem aus den Nebennieren. Das luteinisierende Hormon steuert diese Produktion. Progesteron und Östrogen regulieren gemeinsam den weiblichen Zyklus.

Progesterongehalt variiert

Der Progesterongehalt im Körper einer Frau verändert sich durch eine Schwangerschaft und auch in jedem Monatszyklus. In der ersten Hälfte beträgt er kaum über 0,3 µg/l, in der zweiten Zyklushälfte hingegen bis zu 15,9 µ/l. Der starke Anstieg erfolgt kurz nach dem Eisprung. In diesem Moment kann die Körpertemperatur steigen, was Frauen mit Kinderwunsch für die Messung ihrer fruchtbaren Tage nutzen. Doch auch PMS-Symptome können dann bereits beginnen. Betroffene Frauen leiden unter Krämpfen und Übelkeit. Wenn sich auch noch der Beginn der Monatsblutung verzögert, entsteht Unsicherheit: Bin ich schwanger oder vom PMS betroffen?

Fazit: PMS oder schwanger

Ob eine Schwangerschaft vorliegt, kann ein Schwangerschaftstest mit sehr hoher Genauigkeit aussagen. Gleichzeitig gibt es für PMS solch einen Test leider nicht. Dennoch können Frauen an Feinheiten der Symptome erkennen, ob es sich um eine Schwangerschaft handelt. Ist eine Frau schwanger sollte der betreuende Frauenarzt aufgesucht werden, um weiteres zu besprechen. Ebenfalls hilft das Gespräch mit einem Gynäkologen bei PMS Beschwerden. In jedem Fall können Frauen mit (vorbeugenden) Maßnahmen ihre PMS Beschwerden selbst lindern.